Nachwachsende Rohstoffe: Hackschnitzelheizung

Eine Holzhackschnitzelheizung drängt sich in der Knicklandschaft der Geest geradezu auf: Aus der Knickpflege fallen jeden Winter große Mengen Holz an, überwiegend Äste und Zweige, die als Bau- oder Möbelholz nicht zu gebrauchen sind und in kürzester Zeit wieder nachwachsen. Traditionell werden sie beim Osterfeuer oder beim Bikebrennen verbrannt. Doch geschreddert und getrocknet stellen sie eine zuverlässige Energiequelle dar.

 

Seit 2011 läuft die Hackschnitzelheizung von Söth´s Bioland. Der Brennstoff wird automatisch dem 150 kW-Kessel zugeführt. Die eigenen Knicks reichen zur Befeuerung der Anlage nicht aus, doch die Hackschnitzel stammen aus der unmittelbaren Umgebung, lange Transportwege fallen nicht an.

 

Um einen Kubikmeter Hackschnitzel zu erzeugen, werden für den Schredder ca. 1,6 Liter Diesel benötigt. Der gewonnene Brennwert entspricht hingegen 60-80 Litern Diesel bzw. Heizöl. Die Bandbreite kann hier noch größer sein: Werden ausschließlich kleine Stöckchen geschreddert, mag der Brennwert eher bei 40 Litern liegen, Stammholz Eiche erreicht 100 Liter.

 

In Zukunft sollen weitere Haushalte angeschlossen und auch der neue Schälbetrieb mit Warmwasser versorgt werden. Der Heizungsraum erlaubt bei Bedarf die Installation eines zweiten Kessels zur Verdopplung der Leistung - das wäre aber nur sinnvoll, wenn der Gemüseanbau einschließlich der Gewächshausflächen intensiviert würde.

 

So stellt vorläufig der Heizungsraum auch einen wunderbar warmen, durchaus gemütlichen Pausenraum für die Mitarbeiter dar.