Solarenergie

Solarthermie

 

Die Solarthermie fürs Brauchwasser befindet sich auf dem Dach des Wohnhauses. Solarthermie ist schon seit Längerem eine effektive Technik, wie sie die Photovoltaik erst allmählich wird. Das liegt unter anderem daran, dass das tagsüber erwärmte Wasser seine Temperatur bis in die Nacht hinein hält. Die Anlage unterstützt so die Heizungsanlage im Haus, ohne sie allerdings überflüssig zu machen. In einem Sommer wie 2014 ist die Hackschnitzelheizung aber auch mal einen ganzen Monat lang nicht in Betrieb.

 

 

Solartrockung

 

Ein kleines, aber cleveres Detail: Der Zwischenraum von Blechdach und Unterdach der neuen Halle wird von Luft durchstrichen, die sich dabei erwärmt. Durch Kanäle wird die vorgewärmte Luft dem zu trocknenden Gut zugeführt, dass sich auf Gittern im Betonboden befindet.

 

Das Prinzip kann ausgezeichnet zur Trocknung von Getreide eingesetzt werden. Im Prinzip lassen sich hier auch Hackschnitzel trocknen, nur fallen die im Winter an (das Fällen von Bäumen wie auch die Knickpflege sind aus Naturschutzgründen nur von Mitte September bis Mitte März erlaubt), wenn die Solartrocknung mangels Sonnenlicht nicht optimal arbeitet. Man könnte aber Stammholz lagern und im Sommer unmittelbar vor dem Trocknen schreddern.

 

Im Winterhalbjahr ist die Halle auch als Flachlager für Kartoffeln nutzbar - dann strömt kalte Luft aus den Kanälen, die Kartoffeln werden gekühlt und trockengelüftet.

 

Photovoltaik

 

Für das Dach der 2012 gebauten zweiten Halle war von vornherein eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Die Anlage besitzt eine Nennleistung von 120 kW, erreicht durch die ungünstige Ost-West-Ausrichtung des Daches aber maximal 90 kW mittags an einem Sommertag. Ein riesiges, ohnehin vorhandenes Dach zur Stromerzeugung zu nutzen, lag dennoch auf der Hand. An guten Tagen kommen 780 kWh zusammen, übers Jahr sind es cirka 100.000 kWh.

 

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Zum Vergleich: Die Leistung eines haushaltsüblichen Wasserkochers liegt bei 2 kW, die unserer Sortieranlage bei gut 3 kW. Ein Dreipersonenhaushalt verbraucht im Jahr etwa 3.500 kWh - unsere Anlage könnte also 28 Haushalte mit Strom versorgen.

 

Es handelt sich um eine Eigenverbrauchsanlage: Der erzeugte Strom wird direkt auf dem Betrieb genutzt, Überschüsse werden ins Leitungsnetz eingespeist. Der selbst verbrauchte Anteil belastet das Netz nicht, und finanziell lohnt sich dieses Modell allemal: Die Einspeisevergütung für den verkauften Strom liegt bei 20 Cent pro Kilowattstunde, der Preis für zugekauften Strom bei 28-29 Cent.

 

Eine derartige Anlage bedeutet eine erhebliche Investition - über die Solarzellen hinaus waren umfangreiche Maßnahmen in der Verkabelung des Betriebes notwendig. Auch der Überwachungsaufwand ist nicht zu unterschätzen: Bei Netzschwankungen löst auch mal die Hauptsicherung aus, und nichts wäre ärgerlicher, als an einem wolkenlosen Sommertag zu spät zu bemerken, dass die Anlage außer Betrieb ist.

 

Die Entwicklung ist damit natürlich nicht zu Ende. Gefragt ist nach wie vor eine Möglichkeit, die Energie zu speichern. Das könnten Batterien sein, "oder etwas, das noch nicht erfunden ist", wie Gunnar einräumt.

 

 

 

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